Konzept

Ziel:

Ein überkonfessionelles jugendgemeindliches Angebot für junge Menschen in Göttingen, in dem sie die frohe Botschaft kennen und schätzen lernen und christliche Gemeinschaft attraktiv und altersgerecht erleben können. Wir wollen Jugendliche im Alter von 13 bis 20 Jahren aus Göttingen und Umgebung erreichen. Dabei haben wir auch eine große Offenheit für Jugendliche, die bisher noch nicht kirchlich angebunden sind.

  1. Regelmäßige Jugendgottesdienste als Kernangebot
    Ein vierzehntägiger Jugendgottesdienst hilft jungen Menschen, einen festen Bezugspunkt und eine Heimat in der Kirche zu finden. Er ist auf ihre Kultur, ihr Lebensgefühl, ihre Themen, ihre Sprache und ihre Musik bezogen und bietet Raum für Interaktion und Begegnung, z. B. in einem anschließenden Bistro. Daraus erwachsen weitere Gruppen, wie z. B. eine Band oder Jugendhauskreise.
  2. Partizipation von Jugendlichen
    In der Jugendgemeinde gibt es abgestufte und flexible Beteiligungsformen, die es jungen Menschen ermöglichen, sich zu engagieren und Verantwortung zu übernehmen, z.B. beim Vorbereiten und Durchführen des Jugendgottesdienstes, bei Auf- und Abbau, in Teambesprechungen und Entscheidungsgremien. Der Jugendreferent ist als Ermöglicher, Ermutiger und Befähiger gefragt. Jugendliche werden für Jugendliche aktiv und nehmen größtmögliche Gestaltungsspielräume wahr.
  3. Kooperation mit bestehender Jugend- und Konfirmandenarbeit
    Eine enge Kooperation mit der Jugend- und Konfirmandenarbeit des Trägerkreises und kooperierender Gemeinden ist unerlässlich. Die dort tätigen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter ermutigen ihre Jugendlichen, den Jugendgottesdienst zu besuchen und die Jugendgemeinde kennen zu lernen. Mitarbeiter und Teamer der Jugendgemeinde sind gelegentlich in den Konfirmanden- und Jugendgruppen präsent, um eine Verzahnung zwischen Jugendgemeinde und gemeindlicher Jugendarbeit zu erreichen. Das neue Angebot ist eine Ergänzung zu bestehender Jugendarbeit und nimmt auf diese Rücksicht. Das Zeitfenster für den Jugendgottesdienst wird so gewählt, dass es möglichst wenig Kollisionen zu den vorhandenen Angeboten des Trägerkreises gibt.
  4. Mitarbeiter
    Für die Anleitung und Koordination, aber auch als im Leben und Glauben erfahrene Ansprechpartner werden ein hauptamtlicher und mehrere ehrenamtliche Mitarbeiter benötigt.
    Der hauptamtliche Jugendreferent stellt die Kontinuität in der Jugendgemeinde sicher. Diese Beauftragung steht nicht im Widerspruch zur maßgeblichen Beteiligung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sondern macht diese Partizipation erst möglich. Ältere Jugendliche und junge Erwachsene aus den beteiligten Gemeinden und nahestehenden Studentengruppen übernehmen ehrenamtlich für einzelne Aufgabenbereiche Verantwortung und leiten jugendliche Teamer an.
  5. Räumlichkeiten
    Der Jugendgottesdienst findet in den Räumen der Reformierten Gemeinde Göttingen statt.
  6. Trägerschaft
    Die Jugendgemeinde hat einen Einzugsbereich, der sich über mehrere Kirchen und Gemeinden erstreckt. Deshalb ist sie auch strukturell überkonfessionell, d.h. stadtweit verortet. Die Trägerschaft liegt beim CVJM in enger Kooperation mit dem Trägerkreis. Mitarbeiter und Teilnehmer der Jugendgemeinde bleiben Mitglieder ihrer Herkunftsgemeinden, die Jugendgemeinde strebt keine eigene Mitgliedschaft an.
  7. Einheit und Vielfalt
    Ziel der Jugendgemeinde ist es, Jugendlichen den christlichen Glauben und das Evangelium als Angebot näher zu bringen und so christliche Einheit zu gestalten (siehe oben). Zugleich kommt auch die Vielfalt des christlichen Glaubens zum Tragen. In der Jugendgemeinde werden unterschiedliche Auffassungen zu in der Christenheit kontrovers beantworteten Fragen respektvoll und offen diskutiert. In diesen Fragen darf nicht eine Gruppe oder Gemeinde versuchen, zu dominieren und andere christliche Standpunkte an den Rand zu drängen. Diese Auseinandersetzung dient dazu, dass die Einzelnen ihren eigenständigen Glauben suchen und finden können. Der christliche Glaube spiegelt sich im konkreten Handeln und Miteinander wider und nicht nur in konfessionellen Diskussionen.
  8. Finanzierung
    Die laufenden Kosten für die Finanzierung der Jugendreferentenstelle sowie Material- und Nebenkosten werden zum einen gedeckt durch jährliche Beiträge, deren Höhe von den jeweiligen Gemeindeleitungen festgelegt werden, zum anderen über einen Förderkreis aus Menschen, denen christliche Jugendarbeit in Göttingen ein Anliegen ist. Hinzu kommen Anschubfinanzierungen durch Zuschüsse und kirchliche Fonds.